Montag, 25. Juni 2018

Die Mütter - Brit Bennett



Moin ihr Lieben,

die von euch, die mir auch auf Instagram folgen, haben vielleicht mitbekommen, dass ich dieses Buch aus der Mai-Schmökerbox habe, die ich mir probehalber mal bestellt habe. Aus Neugier habe ich auch direkt angefangen es zu lesen und schwupps... in einem Stück durchgelesen.

Inhalt

Das letzte Schuljahr auf der Highschool verlief für Nadia Turner alles andere als einfach. Nach dem Selbstmord ihrer Mutter fühlt sie sich allein und haltlos,distanziert sich von ihren Freunden, lässt sich auf verschiedene Typen ein und versucht möglichst nicht nach Hause gehen zu müssen. Als sie sich im Sommer, bevor sie ans College gehen sollte, in den Sohn des Pastors ihrer Gemeinde verliebt, scheint sich ihr Leben wieder zu festigen. Sie hat wieder einen Fixpunkt im Leben und hört auf sich rumzutreiben. Doch alles findet ein jähes Ende als sie feststellt, dass sie schwanger ist. Für sie scheint es das Ende ihrer Zukunft zu sein, wenn Sie das Kind behält. Kein Abschluss, kein guter Job, keine Möglichkeit der kleinen Stadt in Kalifornien zu entkommen. Ganz alleine trifft sie eine Entscheidung, die ihr Leben und das ihres engeren Umfeldes auf Jahre beeinflussen soll.
Nadia ist überzeugt, dass das alles unbemerkt von ihrer Kirchengemeinde von den anderen Mitgliedern ihrer Gemeinde geblieben ist, aber dem ist nicht so. Die ,,Mütter" sind eine Gruppe älterer Damen der Gemeinde, die über alles informiert sind und hinter den Rücken der Beteiligten ihren Senf zu dem Geschehen geben. Sie greifen nicht aktiv ins Geschehen ein, aber sehen die vielen unausgesprochenen Geheimnisse durch ihre Erfahrungen den Menschen an und beten für Nadia, Aubrey und Luke.

Fazit

Ein sehr mitreißender Roman zu dem schwierigen Thema Abtreibung, vor allem wenn man das junge Alter der Heldin beachtet. Man kann sich sehr gut in die Gefühle von Nadia reinfinden, ihre Entscheidung nachvollziehen und vielleicht auch ein wenig verstehen. Ebenso das Verhalten der anderen Beteiligten, auch wenn diese sehr konträre Ansichten verfolgen. Mich hat allerdings im gesamten Buch die Abhängigkeit der einzelnen Figuren voneinander gestört. Vor allem Aubrey und Luke leben ihr Leben sehr passiv und lassen sich mehr von ihren Eltern bzw den Kirchenoberhäuptern in die jeweiligen Richtungen schieben ohne konkrete eigene Ziele zu verfolgen und Wünsche zu entwickeln. Das Buch hat ein sehr offenes, für mich ein wenig zu schnell abgefertigtes Ende erhalten, aber im Großen und Ganzen ein wunderbares Buch, dass jeder einmal gelesen haben sollte.

Viel Spaß beim Lesen!



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