Mittwoch, 9. Mai 2018

Kleine große Schritte - Jodi Picoult


Moin ihr Lieben,

endlich habe ich mal wieder ein Buch abgeschlossen und freue mich euch mit einer neuen Rezension ein wenig Lesestoff für den Feiertag liefern zu können

Inhalt

Ruth Jefferson arbeitet seit zwei Jahrzehnten als Hebamme in einem New Yorker Krankenhaus, sie hilft jeden Tag Frauen dabei ihre Kinder auf die Welt zu bringen und wird dafür von Kollegen und Patienten geschätzt. Zusätzlich sorgt sie alleine für ihren 17-jährigen Sohn, der Erfolge in Schule und Sport aufweisen kann. Es klingt alles gut. Alle scheinen zufrieden. Bis von heute auf morgen alles anders kommt. Ein Vater möchte nicht mehr, dass Ruth sich um seinen neugeborenen Sohn kümmert...weil sie schwarz ist.
Als der kleine Junge nach einem Routineeingriff in Ruths Gegenwart einen Atemstillstand erleidet und in der Folge stirbt ist nicht nur das kurze Leben des Babys zu Ende, sondern auch das Leben von Ruth. Sie wird wegen Mordes an dem Jungen angeklagt, verliert ihren Job und ihr Sohn droht auf die schiefe Bahn zu geraten. Ruth muss sich gegen aktiven und passiven Rassismus auseinandersetzen, aber auch ihre Anwältin Kennedy McQuarrie muss sich bezüglich dieser Frage den Spiegel vorhalten und ihr bisheriges Leben hinterfragen.

Fazit

Wie es für Jodi Picoult üblich ist, hat sie sich in diesem Buch einem sehr schweren Thema angenommen. Es ist ihr gut gelungen, die Thematik aus verschiedenen Winkeln zu beleuchten, die Ansichten jedes Einzelnen - bis einem gewissen Punkt - nachvollziehbar darzustellen und dem Leser selbst einen Spiegel vor zu halten, wie Rassismus immer noch das alltägliche Leben unserer Gesellschaft prägt. 

Für diese Punkte erhält Jodi Picoult von mir ohne Nachdenken volle Punktzahl und sollte von jedem mal gelesen werden.

Allerdings gibt es dieses mal auch ein paar Abzüge in der B-Note. Einen genauen Grund kann ich nicht benennen, aber irgendwie hat mich die Geschichte nicht so mitgenommen, wie ich es von anderen Büchern dieser Autorin kenne. Vor allem die ersten 200 Seiten haben sich etwas gezogen und es war mir teilweise zu plakativ.  Manche Beschreibungen und Gespräche kamen mir auch in die Länge gezogen vor und haben mich im Lesefluss gestört.

Trotzdem würde ich es jedem empfehlen sich das Buch einmal anzuschauen, auch wenn es nicht zu ihren Besten gehört, denn wenn man sich erst einmal auf die Geschichte und die andere Atmosphäre des Buches eingelassen hat, kann man ein paar interessante Stunden mit diesem Buch verbringen.

Viel Spaß beim Schmökern!

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