Dienstag, 6. März 2018

Eine unbeliebte Frau - Nele Neuhaus


Moin ihr Lieben,

bis auf einige wenige Ausnahmen werde ich mit deutschen Krimi-/Thrillerautoren nicht richtig warm, daher musste Eine unbeliebte Frau von Nele Neuhaus eine ganze Weile auf meinem SUB ausharren bis ich es endlich zur Hand genommen habe um es zu lesen.

Inhalt

Kommissar Oliver von Bodenstein hat erst vor wenigen Monaten die Leitung des K11 in Hofheim, seiner Heimat, übernommen und seit wenigen Wochen arbeitet Pia Kirchhoff nach einer jahrelangen Pause wieder im Polizeidienst, nachdem sie sich von ihrem Mann getrennt hat. Zunächst scheint ihre erste gemeinsame Ermittlung mit zwei Selbstmorden recht einfach zu werden bis sich herausstellt, dass der eine Tote der Oberstaatsanwalt Hardenbach ist und sich im zweiten Fall Widersprüche im Ablauf des Selbstmordes abzeichnen.
Nach nur wenigen Ermittlungen müssen Bodenstein und Kirchhoff sich eingestehen, dass sie sich im Fall Isabel Kerstner mit einer ganzen Reihe Tatverdächtigen beschäftigen müssen. Die junge Frau hat stets eigene Ziele verfolgt ohne Rücksicht auf andere Menschen zunehmen. Sei es ihr Mann, den sie laufend betrügt, ihren Bruder, von dem sie ihr Erbe einfordert oder Freunde, mit deren Männern sie sich einlässt. Durch die Ermittlungen findet die Polizei aber immer weniger Klarheit, da sich alle Stränge immer mehr miteinander verknoten. Erst durch weitere Anschläge reduziert sich die Zahl der Verdächtigen, bis irgendwann der wahre Täter feststeht.

Fazit

Leider hat Nele Neuhaus sich als Autorin und deutsche Krimis als Genre bei mir nicht beliebter gemacht als vorher, ich wurde eher in meiner leichten Abneigung bestätigt. Die Anzahl der Verdächtigen und Nebenrollen waren einfach zu groß, dass ich irgendwann leicht den Überblick verloren habe. Auch Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff waren mir als Charaktere einfach zu unscheinbar. Viele bemängeln ja oft, dass Krimis zu unrealistisch sind und zu weit weg vom wirklichen Polizeialltag, aber dieser Roman war mir dann doch ein wenig zu realistisch. Alle Befragungen etwas langatmig und trocken. Wie heißt es so schön: in der Kürze liegt die Würze. Das hätte sich Frau Neuhaus ein wenig zu Herzen nehmen sollen um einen Spannungsbogen aufrecht halten zu können.
Das Buch wandert bei mir leider direkt auf den Stapel mit den Verkaufsbüchern.

Viel Spaß beim Schmökern!

1 Kommentar:

  1. Huhu

    Mir geht es wie dir ... Nele Neuhaus ... Ich hab der AUtorin schon echt viele Chancen gegeben, aber irgendwie können mich ihre Bücher nicht vom Hocker reißen! Echt schade, diese ganze Polizeiarbeit ist auch absolut nicht meins ;/

    Liebe Grüße
    Jessi

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