Dienstag, 27. Februar 2018

Das Syndikat - Fran Ray


Moin ihr Lieben,

diejenigen von euch, die meinem Blog schon ein wenig folgen wissen, dass ich für gewöhnlich im Vorfeld keine Rezensionen zu Büchern lese um mich nicht in irgendeine Richtung beeinflussen lassen oder mir die Lust auf ein Buch zu vermiesen. Aus irgendwelchen Gründen habe ich mich bei Das Syndikat von Fran Ray nicht an meinen eigenen Vorsatz gehalten. Da die Meinungen zu diesem Buch extrem auseinander gingen, ging ich mit einem flauen Gefühl an die Geschichte ran.

Inhalt

Zunächst rastet in den Staaten ein vermeintlich lieber Familienhund aus und verletzt einen Säugling schwer, dann findet in Brüssel ein Anschlag auf ein Restaurant statt und von einer Gruppe Söldner, die für ein Massaker in Afghanistan verantwortlich waren sterben alle Mitglieder bis auf einen. Auf den ersten Blick scheint zwischen diesen Ereignissen kein direkter Zusammenhang zu bestehen, aber die bekannte Journalistin Karen Burnett wird unfreiwillig in die Aufdeckung dieser globalen Machenschaften verwickelt, die über dreißig Jahre früher ihren Anfang genommen haben.
Karen Burnett hat es sich als Aufgabe genommen aus Krisengebieten auf der ganzen Welt über das Leid der Zivilbevölkerung zu berichten und aufzuklären. Bei ihrem letzten Einsatz wird Sie entführt und bei einem Anschlag fast getötet. Traumatisiert kehrt sie zu ihrem Mann nach Brüssel zurück und verfällt dem Alkohol. Als sie nach einem Streit mit ihrem Mann sich mit einem alten Freund in einem Restaurant trifft, wird sie erneut Opfer eines Terroranschlags, den sie nur knapp überlebt, anders als ihr Freund, der ihr kurz vorher von einer internationalen Verschwörung berichtet hat.
Durch dieses Erlebnis wird Karens Journalistenherz wieder geweckt und sie nimmt sich fest vor hinter die Geschichte zu kommen, die David angedeutet hat. Durch einen gesuchten Hacker erfährt sie mehr, auch von den Söldnern, die alle an scheinbar natürlichen Ursachen jung gestorben sind. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, da die Attentäter durch den Einsatz einer Biowaffe schaffen wollen, dass die gesamte Weltbevölkerung nach ihren Regeln spielt.

Fazit

Entgegen meinen Erwartungen und einigen negativen Rezensionen, war ich echt von der Geschichte überzeugt und habe sie mit Spannung gelesen. Einige Punkte sind meiner Meinung nach vielleicht doch zu Utopisch in der Ausgestaltung, aber es wird deutlich, wie blind die Gesellschaft teilweise für Zusammenhänge geworden ist.
In anderen Rezensionen wurde u.a. die negative Einstellung der Hauptfigur Karen Burnett beklagt und mit ihrer Mutter auf Kriegsfuß steht. Es stimmt schon, dass sie vor allem am Anfang etwas nervig sein kann, aber ich bezweifle, dass ein Mensch, der eine Entführung und einen Anschlag knapp überlebt hat freudestrahlend durch die Gegend hüpft und sein Leben normal weiter führt. Fran Ray hat diesen menschlichen Charakterzug echt glaubhaft eingebaut, auch dass Karen durch ihre neue Aufgabe ihre Sorgen zar großteils verdrängt, sie aber immer wieder auftauchen.
Von meiner Seite ein wirklicher Lesetip für alle, die sehr verstrickte Geschichten mit einem politischen Hintergrund mögen.

Viel Spaß beim Schmökern!

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