Sonntag, 20. August 2017

Die Frau an der Schreibmaschine - Suzanne Rindell


Moin ihr Lieben,

die meisten Thriller spielen ja in der heutigen Zeit und die Helden sind abgebrühte Ermittler, die mit Hilfe technischer Wunderwaffen der Wahrheit auf den Grund gehen. In diesem Buch sieht das ein wenig anders aus und das war auch der Grund, warum ich es voller Vorfreude mitgenommen habe.

Inhalt

Mitte der 20er Jahre sind arbeitende Frauen noch eine Seltenheit und wenn, dann meist in klinischen Arbeitsumfeldern als reine Schreibkraft. Die junge, alleinstehende Rose Baker stellt da eine Ausnahme dar, denn sie arbeitet als Stenotypistin in einem New Yorker Polizeirevier, in dem sie jeden Tag den Schattenseiten des Lebens begegnet. Als Waisenkind, dass von Nonnen großgezogen wurde, hat sie gelernt ein bescheidenes und fleißiges Leben zu führen. Diese Einstellung führt zwar dazu, dass ihre Arbeit zwar sehr geschätzt wird, aber ihr im Privatleben keine Freunde macht.
Eines Tages taucht eine neue Stenotypistin auf, Odalie Lazare. Vom ersten Tag an ist Rose von ihr fasziniert und bemüht sich ihr zu gefallen.

Zunächst scheint sie damit keinen Erfolg zu haben, aber schließlich freunden sie sich doch an und Odalie führt Rose in ein ganz neues Leben voller Luxus und Partys ein. Zu Zeiten der Prohibition bedeutet das ein Leben im Untergrund in sogenannten Flüsterkneipen. Rose gefällt diese neue Art zu Leben und lässt sich von Odalie zu immer neuen Sachen verleiten, von denen sie normalerweise nicht mal geträumt hätte und gerät immer tiefer in eine Welt, die zu ihrem Verhängnis werden soll und seinen Höhepunkt in einem unglücklichen Todesfall findet.

Fazit

Der Klappentext klang für mich wirklich vielversprechend, aber leider begegnet einem als Vielleser auch immer wieder Bücher, die nicht halten, was sie auf den ersten Blick versprechen. Das Buch ist aus der Ich-Perspektive von Rose geschrieben, die von ihrer Zeit mit Odalie berichtet. Die ganze Handlung zieht sich ziemlich, bis es zu dem Todesfall kommt, der bereits auf dem Klappentext angekündigt wird. Dieser findet ungefähr 50 Seiten vor Schluss statt und wird nicht richtig aufgelöst. Das gesamte Buch besteht aus Vermutungen und komischen Darstellungen der Begebenheiten dar, von denen man zum Schluss nicht mehr sagen kann, ob sie passiert sind oder nur Roses Fantasie entsprungen sind. Ich bin zwar generell nicht der größte Fan von offenen Enden, aber wenn es denn schon sein muss, dann muss die Geschichte vorher wenigstens Hand und Fuß gehabt haben.
Leider keine Leseempfehlung von meiner Seite!

Viel Spaß beim Schmökern!

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