Montag, 21. August 2017

Blutpsalm - Meredith Winter


Moin ihr Lieben,

das sich Romanzen zwischen einzelnen Protagonisten in Thrillern und Krimis entwickeln ist nichts Ungewöhnliches. Der Sommerburg-Verlag hat mit "Blutpsalm" von Meredith Winter jetzt einen Thriller veröffentlicht, der die leidenschaftliche Beziehung der beiden Hauptcharaktere mehr in den Fokus der Geschichte stellt.

Inhalt

Idyllisch liegt das kleine Dorf Sommerburg mit seinen 800 Einwohnern in einer norddeutschen Winterlandschaft.  Jeder kennt jeden, das Dorfleben folgt seinen ganz eigenen Regeln und Kriminalität ist fast ein Fremdwort. So könnte es gerne bleiben, aber ausgerechnet in der Adventszeit soll sich das alles ändern. Der junge evangelische Geistliche Jonathan Littke hat sich nach acht Jahren an dieses beschauliche Leben angepasst und hätte daran wahrscheinlich auch wenig geändert, wenn er nicht durch einen Zufall der Edelprostituierten Marlene begegnet wäre und sich sofort Hals über Kopf in sie verliebt hätte.
Auch bei Marlene war die Neugierde auf diesen Mann, der ganz anders ist als alle, die sie bisher kenne gelernt hat, geweckt und bewegt sie dazu sich privat mit Jonathan zu treffen. Schnell kommen sie sich näher, doch ebenso schnell legt sich ein Schatten über ihre junge Beziehung, als Marlenes Freier aus Sommerburg der Reihe nach ermordet werden. Immer wieder treiben die Umstände die beiden Liebenden auseinander, aber die Liebe ist einfach stärker.

Fazit

Im Großen und Ganzen hat mir das Buch gut gefallen. Der Plot ist wirklich gut durchdacht und die Charaktere sind vielschichtig angelegt. Jonathan, der auf der einen Seite als Pastor gewisse Wertvorstellungen vertritt, die in der heutigen Zeit etwas altmodisch sind, aber auf der anderen Seite auch nur ein Mann mit Bedürfnissen ist. Und Marlene, die auch eine Vergangenheit vor ihrer Zeit als Prostituierte hatte, die alles andere als verrucht ist. Für mich als eingefleischtes Dorfkind lag das einzige Manko bei der Charaktergestaltung in der etwas klischeehaften Beschreibung der Dorfbewohner. So ganz hinter dem Mond lebt man auf dem Land jetzt auch nicht mehr.
Insgesamt liest sich die Geschichte recht flüssig, wenn man sich ein wenig von dem Schock erholt hat, dass die Geschichte gleich mit voller Kraft voraus startet. Das ist der zweite Punkt, den ich ein wenig schade fand. Die Story hat wirklich Potenzial, aber sie wurde teilweise mit so einem hohen Tempo erzählt, dass sich nur schwer Spannung aufbauen konnte. Schade.
Trotzdem lesenswert für jeden, der gerne einmal eine gelungene Mischung aus Mord und erotischer Liebe lesen möchte.

Viel Spaß beim Schmökern!


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