Mittwoch, 5. Juli 2017

Die Flüsse von London - Ben Aaronovitch


 Moin ihr Lieben,

diejenigen von euch, die mir auf Instagram folgen, haben vielleicht mitbekommen, dass ich mein Interesse für die Buchreihe von Ben Aaronovitch rund um den Londoner Polizist und Zauberlehrling Peter Grant durch die Mädels von DieBuchneurotiker geweckt wurde. Zum Glück standen die ersten fünf Bücher der Reihe direkt im Regal meiner Bibliothek des Vertrauens und wurden sofort von mir mitgenommen. 

In "Die Flüsse von London" startet der junge Polizist Peter Grant seine Ausbildung in einer ganz besonderen Sonderabteilung des MET, die sich ausschließlich mit Fällen außerhalb des "normalen" Lebens befasst. Eigentlich war geplant, dass er nach seinem zweijährigen Pflichtdienst in Uniform auf den Straßen Londons zum CPU - der Dokumentationsabteilung - wechseln sollte. Einem ganz entspannten, ungefährlichem Schreibtischjob. Doch dieser Plan ist hinfällig, als ihm während seines letzten Diensts ein Geist erscheint, der behauptet Zeuge eines Mordes gewesen zu sein. 

Dieser Mord wird auch der erste Fall, den er als Zauberlehrling aufzuklären hat, da sowohl Opfer als auch Täter nicht freiwillig an die Tatorte gekommen sind und auch nicht freiwillig getötet haben. Parallel bekommt Peter Grant noch weitere Aufgaben gestellt, die er zu meistern hat. Zunächst einmal die Grundlagen der Magie zu verstehen und erste Zauber ausführen zu können. Außerdem muss er sich mit einem Paar Vorstadtvampire auseinandersetzen. Aber die größte Herausforderung - neben der Klärung der Mordserie - ist es zwischen den Flußgöttern Mutter Themse und Vater Themse zu vermitteln und eine gewaltsame Auseinandersetzung zu verhindern.

Jetzt nachdem ich den ersten Teil gelesen habe freue ich mich schon auf den nächsten. Am Anfang hatte ich auf Grund des Covers die Befürchtung, dass das ganze eher ein Jugendbuch sein könnte und mir der Nervenkitzel ein wenig fehlen könnte. Aber das Buch ist definitiv kein Jugendbuch, allein schon wegen den Grants Gedanken beim Anblick von hübschen Frauen. Aaronovitch gelingt es super die Balance zu treffen zwischen locker/amüsant und brutal/bösartig. Beide Fälle sind wirklich gut strukturiert und bis ins kleinste Detail durchdacht. Sie könnten genauso auch in einem normalen Krimi passieren, aber durch die Magie bekommen sie einen ganz eigenen Charme.

Man darf aber auch nicht vergessen, dass eine Story nicht leben kann ohne gute Charaktere. Allen voran besticht natürlich Peter Grant durch seinen intelligente, aber manchmal ein wenig abwesende Art, genauso wie durch seine ganz besondere Familienverhältnisse, die seine Arbeit in verschiedenen Situationen beeinflussen. Dann Inspector Nightingale und seine Haushälterin Molly, deren Beziehung zueinander weniger durch Worte als durch Handlungen deutlich wird. Und nicht zuletzt die magischen Charaktere, die durch Aaronovitchs Beschreibungen ihrer Erscheinungen für den Leser sofort fassbar werden.

Ihr merkt, ich bin begeistert. Eine echte Leseempfehlung für die groß gewordene Potter-Generation, die sich mittlerweile anderen Genre zugewandt haben, aber gerne mal zurückschauen wollen.

Viel Spaß beim Schmökern!!

Kommentare:

  1. Hi! Ich habe bisher nur den ersten Band gelesen und habe die Reihe leider danach nicht weiter verfolgt! Deinen Blog habe ich gerade erst entdeckt und bin gleich mal Leser geworden! Bin gespannt, ob wir weitere Bücherüberschneidungen haben werden! LG Verena von Books-and-Cats

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    1. Moin,
      ich bin mittlerweile beim fünften Teil und bin ziemlich froh sie hintereinander weg gelesen zu haben. Würde sonst bestimmt den Zusammenhang nicht mehr genau wissen.
      Wäre schön, wenn es noch Überschneidungen gäbe bzw. Neuentdeckungen

      LG

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