Mittwoch, 17. Mai 2017

Der stille Sammler - Becky Masterman




Moin Bücherfreunde,

zur Feier, dass die Hälfte der Woche endlich geschafft ist, hab ich eine neue Rezension für euch. Nach den zwei Ausflügen in andere Genre war es für mich mal wieder an der Zeit einen Thriller zur Hand zu nehmen. Dieses mal habe ich mich für  "Der stille Sammler" von Becky Masterman entschieden und habe damit tolle Stunden verbracht.

In diesem Buch stellt sich eine etwas andere FBI-Ermittlerin dem "Bösen" gegenüber und versucht auf ihre Weise das Leben der anderen sicherer zu machen. Brigid Quinn ist eine kleine, zierliche Frau, kurz vor 60, die ihren Ruhestand nach einer erfolgreichen Karriere beim FBI genießt und ihre Freizeit mit Steine sammeln und lesen verbringt. Dennoch gehört sie noch nicht zum alten Eisen und schlüpft problemlos wieder in die Rolle der Ordnungshüterin, als sie von ihrer Vergangenheit eingeholt wird.
Bei einer Routinekontrolle wird ein Trucker angehalten, der eine Frauenleiche in seiner Kabine versteckt und in der Vernehmung noch weitere Morde gesteht. Unter anderem den Mord an einer FBI-Agentin, die von Quinn ausgebildet und während eines verdeckten Einsatzes unter ihrer Leitung entführt wurde. Der Täter weis alle Details über die Morde und dennoch zweifelt Quinn an seiner Aussage und beginnt eigenmächtig in dem Fall zu ermitteln und bringt ihre Freiheit und ihr Leben dabei in akute Gefahr.

Mir hat das Buch vor allem wegen seiner Heldin Brigid Quinn gefallen. Üblicherweise sind die Ermittler ja harte Kerle, die viel erlebt haben und mit ihrem starken Art beeindrucken - auch wenn sie bereits nicht mehr im aktiven Dienst tätig sind. In den seltenen Fällen, in denen Frauen  ermitteln, sind sie genauso sportlich und versuchen sich in ihrem Verhalten den männlichen Kollegen anzugleichen - und sie befinden sich immer im aktiven Dienst. Die Figur der Brigid Quinn kann man ein wenig mit einer modernen Miss Marple vergleichen. Durch Ihr Erscheinungsbild einer grauhaarigen Frau mit Stock wird sie oft unterschätzt und das Beeinflusst die Handlung entschieden, auch wenn sie sich Charakterlich kaum von ihren männlichen Kollegen unterscheidet.
Zusätzlich war die Erzählweise aus der Ich-Perspektive in einem Thriller für mich mal erfrischend und hat mich noch tiefer in die Geschichte hineingezogen mit den Beschreibungen Quinns gespaltenen Gefühlswelt.

Ich kann das Buch wirklich jedem empfehlen, der auf einen guten Thriller steht und auch mal mit etwas Blut und menschlichen Abgründen klarkommt.Die Spannungskurve bricht an keinem Punkt ab.

Viel Spaß beim Schmökern!


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