Mittwoch, 3. Mai 2017

Das Mädchen, das eine Wolke so groß wie er Eiffelturm verschluckte - Romain Puértolas

Moin ihr Lieben,

bisher habe ich meine Rezensionen immer in der Reihenfolge veröffentlicht, in der ich die Bücher ich auch gelesen habe, aber dieses mal kann ich einfach nicht so lange auf eure Meinung zu diesem wundervollen Buch warten.

Romain Puértolas erzählt in diesem Buch eine unglaublich rührende Geschichte einer französischen Briefträgerin und einem kleinen marokkanischen Mädchen, dass der Zufall zusammenbringt und die für den Rest ihres Lebens miteinander verbunden sein werden.


Die kleine Zahera liegt seit ihrer Geburt ohne Familie in einem marokkanischen Krankenhaus. Eine gemeine Wolke in ihren Lungen erschwert ihr das Atmen und verhindert, dass sie die Welt entdecken kann - so wie andere Kinder in ihrem Alter. Der Zufall beschert ihr eine neue Mutter - Providence aus Paris, die ihr die Welt eröffnen will und sich durch nichts aufhalten lässt um ihr kleines Mädchen nach Hause zu holen. Es ist kein einfaches Unterfangen mit vielen Hindernissen. Eine weitere böse Wolke am echten Himmel spielt ihnen böse mit, treibt Providence zunächst in die Arme eines chinesischen Pirat, der sie zu einem afrikanischen "Chinamann" schickt um letztlich die Lösung ihrer Probleme bei Käse verstrickenden Mönchen zu finden. Parallel breitet sich die Wolke immer weiter in Zaheras Brust aus und bedroht immer mehr ihr Leben.


Am Anfang fand ich den Schreibstil von Romain Puértolas ein wenig gewöhnungsbedürftig und brauchte eine Weile um rein zu kommen, aber dann hat mich die Geschichte und auch sein Stil gepackt. Innerhalb nur weniger Seiten durchlebt man eine riesige Gefühlswelt. Man freut sich mit den Figuren um im nächsten Moment ein Taschentuch für die Tränen zu brauchen. Kurz darauf muss man Schmunzeln über die Sichtweise eines kleines Kindes und ist im nächsten Moment unglaublich wütend auf das Schicksal.

Ich kann das Buch nur jedem empfehlen, der dazu bereit ist sich auf eine ganz außergewöhnliche Reise zu begeben und seinen Horizont für das Unmögliche zu öffnen.

Viel Spaß beim Schmökern!

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