Dienstag, 18. April 2017

Zu richten die Lebenden - Erica Spindler

Moin Bücherfreunde,

dieses mal habe ich mal wieder einer Autorin eine Chance gegeben, die ich vorher noch nicht kannte und wurde nicht enttäuscht. Erica Spindler schafft in ihrem Buch "Zu richten die Lebenden" eine Welt des Misstrauens und Zweifel.

Der Hurrikan Katrina liegt bereits Jahre zurück und die meisten sichtbaren Spuren der Zerstörung wurden beseitigt, in den Seelen der Menschen sind aber noch nicht alle Wunden wieder verheilt und drohen immer wieder aufzugehen.
So geht es auch der Glaskünstlerin Mira Gallier, die durch den Sturm nicht nur ihre Werkstatt verloren hat, sondern auch ihren Ehemann. Um mit den Verlusten fertig zu werden, konzentriert sie sich auf den Bereich, den sie zurückgewinnen kann - ihre Arbeit. Besonders die Restaurierung von Kirchenfenstern liegt ihr sehr am Herzen, daher trifft es sie schwer, als ein Unbekannter den Priester
einer Kirche ermordet und die neuen Fenster mit einer Botschaft verunstaltet:
"Ich bin gekommen um zu richten die Lebenden und die Toten"
Dieser Mord ist der Auftakt einer Mordserie, in der das Leben von Maria Magdalena im Mittelpunkt steht und alle Spuren zu Mira Gallier führen.



In diesem Fall ermittelt Detective Spencer Malone das erste mal mit seiner neuen Partnerin Karin Bayle, die nach einem Zusammenbruch zurück in den aktiven Polizeidienst zurückkehrt. Die Zusammenarbeit gestaltet sich schwieriger als Gedacht, da zwischen den neuen Partnern von Anfang an ein Misstrauen besteht, dass alles überschattet und bis zur Aufklärung des Falles nicht überwunden werden kann.
Auch bei Gallier wächst im Laufe der Geschichte das Misstrauen zu ihren engsten Bezugspersonen. Ihre langjährige Assistentin gibt ihr durch ihr Verhalten genauso Zweifel an ihrer Loyalität, genauso wie Scott Connor, ein langjähriger Freund, der vor Katrina spurlos verschwunden war und nun wieder in ihr Leben tritt. Auch Galliers Therapeutin gibt ihr Anlass an ihrer Beziehung und den gegebenen Ratschlägen zu Zweifeln und alles zu hinterfragen.

Erin Spindler schafft in diesem Buch eine allgemeine Atmosphäre des Misstrauens zwischen allen Figuren. Nach kurzer Zeit kann auch der Leser nicht mehr unterscheiden, wem man vertrauen könnte und wem nicht.
Parallel passiert ein Mord nach dem anderen. Alle mit religiösem Hintergrund.

Das Buch war einfach ein Vergnügen zu lesen. Vielleicht kennt ihr es, dass einen in der Regel jedes Buch, das man nach einem richtig guten Buch liest, ein wenig enttäuscht bzw. einen nicht richtig begeistern kann. Diese Buch hat es bei mir dennoch geschafft mich zu packen und bis zum Schluss in seinem Bann zu halten.

Ich kann es einfach jedem nur empfehlen.

Viel Spaß beim Schökern!

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