Mittwoch, 26. April 2017

Vergessene Kinder - Luna Darko


Moin Bücherfreunde,

dieses mal habe ich zu einem Buch gegriffen, dass eigentlich so gar nicht in meine übliche Auswahl fällt. Jugendbuch, ein eigenwilliges Cover und ein Autorennamen, der mehr als deutlich den Inhalt des Buches widerspiegelt. Trotzdem hat mich der Klappentext und die Gestaltung der Seiten doch dazu bewegt, es mitzunehmen und ihm eine Chance zu geben. Bei knapp 190 Seiten kann man das wohl mal machen.

Luna Darko erzählt in ihrem Buch "Vergessene Kinder" von der jungen Pia, die nach dem Selbstmord ihres besten Freundes selber beschließt ihrem Leben einen Tag vor ihrem 18. Geburtstag ein Ende zu setzen. Ihr leben erscheint ihr unerträglich mit distanzierten Eltern und oberflächlichen Freunden. Nur mit Drogen kann sie die Zeit bis zur Umsetzung ihres Planes überstehen.

Doch dann trifft sie in der Schule den Neuen, Tom. Er ist zwar selbst nicht die gute Laune in Person und praktiziert ebenfalls ein ausschweifendes Drogenleben, aber er hat den vermeintlichen Sinn des Lebens bereits erkannt und versucht mit der Zeit Pia davon zu überzeugen.

Würde ich das Buch weiterempfehlen? Leider nicht, höchstens an Leute, die sich für die grafische Gestaltung von Bücher interessieren. Für den Leser ist schon ziemlich zu Beginn erkennbar, wie sich die Geschichte  entwickeln wird. Zusätzlich ist das Buch ziemlich emotionsarm. Es besteht fast nur aus Selbstzweifeln, -hass und Ablehnung gegen fast alles. Die Figuren geben sich gesellschaftskritisch, aber letztlich sind es nur die üblichen Gedanken des Erwachsenwerdens. Zudem fördert die grafische Gestaltung auch nicht das Lesevergnügen. Luna Darko verwendet u.a. verschiedene Schriftarten, auch eine Handschrift. Leider ist die teilweise echt schlecht zu entziffern, sodass der Lesefluss gestört wird. Oder Bilder und Sticker überdecken Teile von Sätzen, sodass nicht erkennbar ist, wie der Satz eigentlich lauten sollte.Schade.

Trotzdem euch viel Spaß beim Schmökern! 



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