Montag, 13. März 2017

Ein ganz neues Leben - Jojo Moyes



Moin Bücherfreunde,

direkt vorne weg : ich mag den Schreibstil von Jojo Moyes einfach. Klare Sätze in verständlicher Sprache. Eine Spannungskurve, die zwischendurch auch mal Zeit zum verschnaufen gibt. Realistisch dargestellte Figuren, in die man sich wirklich selbst hineinfühlen kann.



„Ein  ganz neues Leben" von Jojo Moyes ist die Fortsetzung ihres Romans  „Ein  ganzes halbes Jahr", wie sicher viele von euch wissen.
Moyes erzählt in diesem Buch, wie ihre Heldin Louisa Clark das Leben nach dem Verlust des Mannes meistert, der ihr früheres Leben auf den Kopf gestellt ohne einen Weg zurück offen zu lassen.

Die Fortsetzung schließt zeitlich nicht unmittelbar an den ersten Teil an, sondern mit einem Zeitsprung von anderthalb Jahren.
Trotz ihrem Versprechen und guten Vorsätzen ist Louisa letztlich in London gestrandet, wo sie ein Leben führt ähnlich ihrem Leben vor Will Traynor. Feste Routinen, ausschließlich zwischen Wohnung und Arbeit pendeln, ohne Abwechslungen - nur diesesmal ganz alleine, ohne Freunde und Familie.

Direkt zu Beginn der Geschichte kreuzen sich die Wege der drei zentralen Figuren in dieser Geschichte - Louisa, Lily und Sam - durch einen dramatischen Unfall, der Louisas Leben erneut auf den Kopf stellen wird, der sie aber auch erneut mit ihrer und Wills Vergangenheit konfrontieren wird.Im Laufe der Geschichte tauchen alle altbekannten Figuren aus „Ein  ganzes halbes Jahr" wieder auf - ob sinnvoll oder nur aus dem Bedürfniss sie nocheinmal zu erwähnen, ohne dass ein erkennbarer Sinn dahinter steht - und bilden die Verbindungen zwischen beiden Büchern. Selbstverständlich tauchen auch einige neue Figuren auf, die durch ihr Handeln versuchen Louisas Entscheidungen und ihre persönliche Entwicklung zu beeinflussen.
Wie zu erwarten endet das Buch damit, dass eine „neue" Louisa - die der Louisa zu Will-Zeiten wieder ähnlicher ist - in ein neues Abenteuer startet, nachdem sie das Leben vieler durch ihre Art verbessert hat.

Mein Fazit zu diesem Buch ist, dass es wie die anderen Bücher von Jojo Moyes seinem Leser eine gute Zeit bereitet. Mit Charakteren, die aus dem echten Leben zu kommen scheinen, mit ihren Problemen und Sorgen - aber auch den schönen Seiten. Es lässt sich wie gewohnt gut lesen und erzeugt klare Bilder - zumindest in meinem Kopf.
Leider hat es mich dennoch nicht so gefesselt wie andere Bücher der Autorin, da irgendwie das besondere Etwas nicht enthalten ist. Meiner Meinung nach kommt es daher, dass Moyes sich zu diesem zweiten Teil verpflichtet gefühlt hat, obwohl sie eigentlich nicht beabsichtigt hatte, die Geschichte fortzuführen. Bei einigen Bestandteilen der Story ist für mich nicht ersichtlich, welchen Sinn sie für die Geschichte enthalten - wie z.B. die Begegnung mit ihrem Ex zu Beginn, ebenso wie manche Dialoge in ihrer Trauergruppe.

Letztlich würde ich das Buch trotzdem jedem empfehlen, der die Vorgeschichte kennt und gerne wissen möchte, wie es danach weiter geht - mit dem Hinweis, dass auf den Zauber aus dem ersten Teil leider verzichtet werden muss.


Viel Spaß beim Schmökern!!

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