Sonntag, 26. März 2017

Der Insider - Michael Robothom

Moin Bücherfreunde,

endlich habe ich es geschafft meine Meinung zu einen neuen Buch in einem Post festzuhalten.

,,Eine junge Frau auf der Flucht, ein Journalist auf der Suche nach der Wahrheit und Millionen von Dollar, die unauffindbar verschwunden sind".

In seinem Roman ,,Der Insider" entwickelt Michael Robotham eine vielschichtige Handlung rund um die Themen Terrorismus, Geldwäsche und das Bankensystem nach der Finanzkrise. Die Erzählung erstreckt sich dabei auf fünf parallele Erzählstränge, die sich erst kurz vor Ende des Romans zu einem Gesamtbild zusammenfügen.

Die zentrale Rolle nimmt Robothams  altbekannte Figur Vincent Ruiz, ein ehemaliger Detective Inspector der Londoner Polizei, ein. Durch seinen Drang den Hilflosen zu helfen wird er zunächst selbst Opfer zweier Trickbetrüger bei seinem Versuch eine junge Frau vor ihrem scheinbar gewalttätigen Freund zu beschützen. Bei seinem Versuch seine gestohlenen Sachen zurück zu bekommen, gerät er in einen Strudel von Verrat, Gewalt und Mord.


In einem weiteren Strang wird die Geschichte der Trickbetrügerin Holly Knight erzählt, die seit ihrer Kindheit mit Schwierigkeiten zu kämpfen hat und nach dem Verlust ihrer Eltern bemüht ist sich alleine durch zu schlagen. 
Bei diesem Versuch hat sie mit ihrem Freund die Masche entwickelt "gute Samariter" dazu zu bewegen sie mit nach Hause zu nehmen, wo Holly sie betäubt und anschließend bestohlen hat. Dabei haben sie einem ihrer Opfer ein Notizbuch mit brisanten Informationen gestohlen, dass von skrupellosen Mitgliedern der Regierung und Wirtschaft mit allen Mitteln versucht wird zurück zu bekommen. Sie kann sich aus einigen brenzligen Situationen durch ihr besonderes Talent retten und Ruiz bei seinen Ermittlungen unterstützen.

Eine weitere zentrale Rolle in diesem Buch nimmt der amerikanische Journalist Luca Terracini ein. Als Kriegsberichterstatter ist er seit einigen Jahren in Bagdad unterwegs, wo er seit einer Weile beobachtet, dass vermehrt Banken überfallen werden, die kurze Zeit vorher Fördergelder zum Wiederaufbau des Landes bekommen haben - in Millionenhöhe.
Bei seinen Recherchen tritt Terracini sehr einflussreichen Personen auf die Füße, sodass er des Landes verwiesen wird und zusammen mit der UNO-Rechnungsprüferin Daniela Garner, die er eher durch Zufall in Bagdad kennengelernt hat, nach London reist. Dort vermuten sie den letzten entscheidenden Hinweis auf den Verbleib der Gelder zu finden. In dem Zusammenhang unterstützen sie Ruiz bei seinen Ermittlungen mit ihrem Wissen über die globale Finanzwelt und die Situation im Irak.

In einem Nebenstrang beschreibt Robotham die verzweifelten, aber relative erfolglosen Bemühungen der hochschwangeren Elizabeth North ihren verschwundenen Ehemann zu finden.
Dieser hatte eine zentrale Funktion in einer großen Londoner Bank inne und war der ursprüngliche Besitzer - und Verfasser - des gestohlenen Notizbuchs. Schon vor dem Verschwinden ihres Mannes ist Elizabeth durch sein veränderte Verhalten beunruhigt und beauftragte daher einen Privatdetektiv um ihren Mann zu überwachen.
Ihr selber helfen die Ergebnisse der Überwachung zwar nicht ihren Mann wieder zu finden, da sie wiederholt vor Wände des Schweigens und Verheimlichens - auch von Seiten ihrer eigenen Familie - läuft.

Der letzte Erzählstrang befasst sich noch mit den "Bösen" in der Geschichte. Auf der einen Seite stehen die Köpfe, die die Fäden in der Hand haben und sich bemühen jeden Beweis ihres Handelns verschwinden zu lassen und die Wogen wieder zu glätten. Sie sind Teil von Wirtschaft, Politik und dem organisierten Verbrechen. Auf der anderen Seite stehen dann noch die Macher, die Personen, die die Pläne umsetzen. Alt bewerte Profis genauso wie Neulinge, die aus verschiedenen Gründen sich zu diesem Schritt verleiten ließen.

Mein Fazit zu dem Buch : Absolut lesenswert!!

Michael Robotham sehr detaillierte Schreibweise - ohne sich in überflüssigen Aspekten zu verlieren - verdeutlicht, dass jedes Detail bei der Lösung von Problemen beachtet werden muss.
Von Anfang an passiert viel in der Geschichte, immer neue Aspekte werden bekannt. Durch die verschiedenen Stränge ist zusätzlich Bewegung im Lesefluss, sodass Langeweile keine Chance hat. Eine absolute Empfehlung für jeden, der nicht schon nach wenigen Kapiteln wissen will, wer der Mörder ist und gerne beim Lesen versucht selber hinter die Geheimnisse zu kommen.

Meine Begeisterung wurde nur ein wenig durch den Auftritt von Joe O'Laughlin, Robothams zweiten erfolgreichen Ermittler, gedämpft. Er dient in dieser Geschichte nur als Statist, als Lückenbüßer für Situationen, wo Ruiz nicht an zwei Orten gleichzeitig sein kann. Ein anderer guter Freund aus Ruiz Polizeizeit hätte es an seiner Stelle meiner Meinung auch getan.

Ich hoffe euren Lesehunger geweckt zu haben und das ihr es mit der gleichen Begeisterung wie ich verschlingen werdet.

Viel Spaß beim Schmökern!


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